Das keltische Oppidum auf dem Donnersberg (Donnersbergkreis/Pfalz)

Auf das keltische Oppidum auf dem Donnersberg sind gleich mehrere Superlative anwendbar: So gehört es einerseits zu den größten Oppida nördlich der Alpen; gleichzeitig muss es aber leider als eine der wissenschaftlich – und auch touristisch – bis heute am wenigsten erschlossenen Stadtanlagen der spätkeltischen Welt bezeichnet werden.

Am Rand des Pfälzer Waldes erhebt sich, weithin sichtbar, der Donnersberg mit einem großflächigen Plateau; mit 687 m beherrscht er als höchste Erhebung des linksrheinischen Pfälzer Berglandes den Nordteil der Oberrheinebene. Seine Entstehung verdankt der Donnersberg einer etwa 280 Mill. Jahre alten Lavaeruption (Hanecke 1987); aus mehr als einem Dutzend Schloten drückte magmatisches Gestein an die Erdoberfläche und erstarrte zu einem ursprünglich etwa 1000 m hohen Berg aus vulkanischem Rhyolith (auch Quarzporphyr genannt). Auf diesem Bergplateau sind noch heute die imposanten Überreste einer insgesamt 8,5 km langen keltischen Wallanlage erhalten, die eine Fläche von 240 ha umschließt.

Der Plan der erhaltenen Wälle macht deutlich, dass sich die Anlage auf dem Donnersberg zum einen nicht auf den ersten Blick erschließt und zum anderen einige Besonderheiten enthält, die kaum Analogien in anderen spätkeltischen Stadtanlagen finden: Inmitten der Osthälfte des Oppidums liegt eine Viereckschanze, das Ostwerk ist durch den sog. Zwischenwall in zwei ungleiche Teile zertrennt und auf der höchsten Kuppe im Norden liegt eine weitere Wallanlage ellipsoider Form, der sog. Schlackenwall.

Erste archäologische Untersuchungen erfolgten bereits 1893 durch Chr. Mehlis, der am Schlackenwall und im Bereich der Viereckschanze einige Schnitte öffnete. Eine weitere Untersuchung des Schlackenwalls erfolgte 1930 im Auftrag der Römisch-Germanischen Kommission durch K. Bittel (Bittel 1930; 1981); außerdem unternahm Bittel kleine Sondagen an der Befestigungsmauer im Bereich der Eschdelle, am Ludwigstum sowie am Wall der Viereckschanze. Nach diesen ersten vielversprechenden Ansätzen kam allerdings die archäologische Erforschung des Donnersberges über 40 Jahre zum Erliegen. Eine exakte Vermessung der obertägigen Wallanlagen wurde 1966 durch das Landesvermessungsamt vorgenommen (Kaiser 1966), doch erst 1974 wurde wieder auf dem Donnersberg gegraben. Unter der Gesamtleitung von K. Bittel erforschte H.-J. Engels als wissenschaftlicher Grabungsleiter bis 1983 in jährlichen zweimonatigen Kampagnen verschiedene Bereiche des Oppidums; finanziert wurde diese Forschungsgrabung von der Akademie der Wissenschaften zu Mainz, die eigens zu diesem Zweck eine „Kommission für die Erforschung keltischer und frühgermanischer Denkmäler“ ins Leben gerufen hatte. Leider stellte sich heraus, dass der unter einer dünnen Humusdecke hauptsächlich aus Verwitterungsprodukten des Rhyolith bestehende Boden im Innenraum des Oppidums regelrecht „archäologiefeindlich“ ist und in den verschiedenen Sondagen kaum Besiedlungsspuren erkennen ließ. Aus dieser Tatsache resultiert eine Konzentration der Grabungstätigkeiten auf die verschiedenen obertägig sichtbaren Wallstrukturen. Die Publikation der insgesamt 27 Schnitte, die Engels im Laufe von neun Jahren im Bereich des Oppidums anlegte, war in einer eigenen Reihe der Akademie, betitelt „Der Donnersberg“, geplant. Bedauerlicherweise sind bis heute erst zwei Bände zur Viereckschanze erschienen, von denen sich nur Band 1 mit den vorgeschichtlichen Spuren beschäftigt (Engels 1976). Da die Forschungen zu Bedeutung und Funktion der keltischen Viereckschanzen in den letzten Jahrzehnten erheblich fortgeschritten sind, kann auch der erste Band über den Donnersberg heute nur mehr in forschungsgeschichtlicher Hinsicht ausgewertet werden. Ein Überblick über die Ergebnisse der Grabungen von 1974 bis 1983 wurde von Engels in Form eines Vorberichtes publiziert (Engels 1985); weitere Veröffentlichungen lassen bis heute auf sich warten. Aufgrund dieser Situation kann der Forschungsstand zum keltischen Donnersberg heute nur als ungenügend und höchst lückenhaft bezeichnet werden; dies gilt auch für alle anderen vor- und frühgeschichtlichen Epochen auf dem Bergplateau.

Allgemeine Besiedlungsgeschichte:

Die frühesten Funde auf dem Donnersberg datieren in die neolithische Zeit. Es handelt sich um eine Reihe von Steinbeilen, die als Einzelfunde aufgelesen wurden. Die ältesten Beile, zwei Schuhleistenkeile der Bandkeramik, dürften kaum als Besiedlungsanzeiger gewertet werden. In bandkeramischer Zeit wurden Berghöhen zwar aufgesucht (evtl. zu Waldweidezwecken), aber nicht dauerhaft besiedelt. Ob der Fund einer singulären Feuersteinklinge Michelsberger Machart als Siedlungsbeleg gewertet werden darf (Bittel 1930, 214), ist fraglich. Sichere Spuren von längerfristiger Siedlungstätigkeit liegen erst aus der Urnenfelderkultur der Spätbronzezeit vor; unter der Wallschüttung eines Schnittes im Bereich des südlichen Teils der Ostmauer fand Engels eine ungestörte urnenfelderzeitliche Kulturschicht. Vor der Mauer und hinter dem Fuß des Walles konnte diese Schicht nicht mehr dokumentiert werden; offenbar hatten die Kelten zur Materialgewinnung für den hinter der Umfassungsmauer liegenden Wall die spätbronzezeitliche Siedlungsschicht bis auf den Fels abgetragen. Diese Vermutung wird durch zahlreiche Scherben urnenfelderzeitlicher Keramik in der Wallschüttung in diesem Bereich untermauert (Engels 1985, 15). Urnenfelderzeitliche Scherben sind auch als Lesefundkonzentrationen von anderen Stellen des Plateaus bekannt, so dass von einer Besiedlung in größerem Umfang ausgegangen werden muss.

Aus der späten Hallstattzeit stammt eine bronzene Fußzierfibel, die jedoch keinen Einzelfund darstellt, sondern im Verbund mit Keramikfragmenten aus den unteren Schichten des Schlackenwalles auf eine frühkeltische Besiedlungsphase des Bergplateaus hinweist. Frühlatènematerial kann bisher nicht gesichert bestimmt werden, so dass man beim momentanen Forschungsstand davon ausgehen muss, dass nach einer weder räumlich noch zeitlich klar eingrenzbaren Besiedlung in der späten Hallstattzeit erst in der Spätlatènezeit wieder mit einer größeren Population auf dem Donnersberg zu rechnen ist. Dabei kann nach den Untersuchungen von Engels eine vor-oppidazeitliche Phase von einer oppidazeitlichen differenziert werden (Engels 1985, 24f.). Unter Vorbehalt einer Auswertung aller Funde deutet Engels die "Fluchtburg“ Schlackenwall auf dem höchsten Punkt des nördlichen Ostwerks, eine südlich davon gelegene Siedlungsstelle sowie das "Heiligtum“ Viereckschanze als vor-oppidazeitliche spätkeltische Siedlungseinheit, die seiner Meinung nach durch eine Brandkatastrophe zugrunde ging; „unmittelbar darauf“ sollen dann unter Beibehaltung der Viereckschanze als Kultstätte die Befestigungsanlagen des Oppidums gebaut worden sein (Engels 1985, 25). 

Frührömische Funde fehlen im Artefaktspektrum vom Bergplateau gänzlich, ebenso wie jegliche Spuren einer römischen Wachstation oder kleinen Garnison, die man hier vermuten müsste, wenn die Kelten aufgrund römischen Drucks das Oppidum aufgegeben hätten. Analog zu allen nordgallischen Oppida, die bis in römische Zeit besiedelt sind, würden auch auf dem Donnersberg Spuren frührömischer Präsenz zu postulieren sein; ihr Fehlen weist deutlich darauf hin, dass das Oppidum auf dem Donnersberg bereits aufgelassen worden war, als von Süden die Römer und von Nordosten die Germanen den Nordpfälzer Raum erreichten. Ein Zusammenhang des Abzugs der Kelten mit der Errichtung des römischen Legionslagers in Mainz, wie ihn Engels vermutet (zuletzt Engels 2001, 40), entbehrt stichhaltigen Grundlagen in Befund- und Fundmaterial (vgl. Bernhard 2001, 322). Die wenigen römischen Funde, die bei der Grabung am Südwall gemacht wurden, datieren erst in das ausgehende 2./beginnende 3. Jhd. n. Chr. Möglicherweise wurde hier als Reaktion auf die Germaneneinfälle 259/60 n. Chr. eine kleine Wachstation eingerichtet.

Siedlung und Wallanlagen:

Der umlaufende Ringwall gliedert das Oppidum in zwei Hälften, wobei der Westwall eine Fläche von knapp 100 ha, der Ostwall etwa 140 ha umschließt. Ein interessanter Aspekt des gesamten Befestigungswerkes ist die Tatsache, dass die Kelten für die Anlage ihrer Umwehrung deutlich Bezug auf die topographischen Gegebenheiten der Plateaugrenzen genommen haben. So ist durchgängig zu beobachten, dass für die Anlage der Mauer-Wall-Befestigung um den Berg umlaufende Geländestufen genutzt wurden: Das Innenareal des Oppidums liegt überall deutlich höher als das Gelände vor der Maueraußenfront. Mit dieser Nutzung natürlicher Geländekanten konnte der Materialaufwand für die Wallschüttung erheblich verringert werden. Dass die Kelten eine um das gesamte Bergplateau in relativ gleicher Höhe verlaufende Geländestufe ausnutzen konnten, verdanken sie der Tatsache, dass vor vielen Millionen Jahren das Pfälzer und Rheinhessische Umland unter einem großen Binnensee lag, aus dem die Kuppe des Donnersberges als Insel herausragte; die Ringwallanlage markiert die Linie eines uralten Brandungsriffes.

Die obertägig erhaltenen Wälle lassen noch heute erkennen, dass die Mauer des Westwerkes deutlich schwächer ausgeführt war als die Umwehrung der östlichen Oppidumfläche. Grabungsschnitte im Wall des Westwerkes haben überdies bewiesen, dass die Mauer hier wohl kaum höher als 2–2,50  m gewesen ist, während die Mauer des Ostwerkes eine Höhe von bis zu 4 m erreichte; in ihrem südlichen Teil wurde die Ostwerkmauer zweimal vollständig erneuert, wobei die neu erbauten Mauern in einem Abstand von 1 m vor die ältere Anlage gesetzt wurden. Der Verteidigungswert der Westumwallung ist damit weitaus geringer als derjenige der mächtigen Mauern im Ostteil des Oppidums. Die Verteilung der Lesefunde im Inneren der Wallanlage deutet darauf hin, dass nur das Ostwerk als eigentliches Siedlungsareal genutzt wurde – aus dem Westwerk stammen bislang kaum nennenswerte Lesefunde, während aus dem Ostwerk zahlreiche Fundstücke zu verzeichnen sind. Allerdings ist quellenkritisch anzumerken, dass sich auch die modernen Wanderwege auf den östlichen Teil des Bergplateaus konzentrieren, woraus eine stärkere Begehung dieses Teils des Oppidums resultiert. Damit ist hier natürlich auch eine ungleich größere Chance für Lesefunde gegeben. Für die Zukunft sind geophysikalische Untersuchungen auch im Bereich des Westwerkes geplant, die der Frage nachgehen werden, ob dieser Teil des Oppidums tatsächlich, wie bisher angenommen, als Weideflächen für Vieh genutzt wurde bzw. im Bedarfsfall als temporäre Fliehburg für die Bewohner der umliegenden Flachlandsiedlungen gedacht war.

Im Ostwerk wurden bei den Grabungen der 70er Jahre des letzten Jhd. an verschiedenen Stellen Siedlungsflächen angetroffen, doch konnten aufgrund der oben erwähnten schwierigen Bodenverhältnisse keine zusammenhängenden Besiedlungsstrukturen dokumentiert werden. Dagegen erbrachten die verschiedenen Wallschnitte klare Erkenntnisse über die Konstruktion der Befestigung und zahlreiche Hinweise auf die zeitliche Abfolge der Wälle. So lässt sich auf der Grundlage der Untersuchungen von Engels heute die Entwicklung des Oppidums in drei Phasen gliedern (vgl. Bernhard 2001, 322):

Phase 1: Ost- und Westwerk, in einem Zug angelegt, bilden gemeinsam die Gesamtanlage

Phase 2: Die Mauer des Ostwerkes wird im Süden gänzlich erneuert, der Westwall wird partiell ausgebessert

Phase 3: Die Stadtfläche im Ostwerk wird durch die Anlage des Zwischenwalles verkleinert; Aufgabe des Westwerkes und des Nordwalles am Ostwerk

Die Konstruktion der Befestigung folgt einem einheitlichen Schema, wenngleich, wie die verschiedenen Wallschnitte von Engels ergeben haben, im Detail zahlreiche Unterschiede zu konstatieren sind. Für Ost- und Westwerk gilt folgendes grundlegendes Bauprinzip (Engels 1976a, 1f.): Eine rampenförmige, 5 m breite Steinpackung bildete den Untergrund des Walles, an dessen Außenseite eine Pfostenschlitzmauer in Trockenbauweise errichtet wurde. Die Pfosten standen in Abständen von durchschnittlich 3 m und wurden rückwärtig durch je zwei Querbalken verstärkt, die im Wallkörper sorgfältig mit Steinen verkeilt waren. Auf die Steinpackung des Walles wurde Erdmaterial bis an die Frontmauer aufgeschüttet, so dass hinter der zu postulierenden Brustwehr, die den oberen Abschluss der Mauerfront gebildet haben wird, genügend Platz zum Begehen der Befestigung bestand. Für den Mauerbau verwendeten die Kelten den anstehenden Rhyolith; dieses sehr harte Gestein ist steinmetztechnisch nicht zu bearbeiten, so dass die Erbauer der Oppidummauer gezwungen waren, die natürlich vorkommenden abgewitterten Steine zu verwenden. Rhyolith bricht aber in schiefriger Fraktion, so dass zwei etwa parallele Bruchflächen an jedem Stein zu finden sind, die aufeinander gelegt werden konnten. In die Zwischenräume zwischen den größeren Steinen wurde kleinteiliges Geröll eingebracht. Neben den noch heute in regelrechten Schotterflächen obertägig lose vorkommenden Verwitterungstrümmern des Rhyolith wurde auch Gestein geschlagen – zahlreiche Felsnasen, wie sie zur Materialgewinnung für die Befestigungsmauer abgebaut wurden, ragen noch heute aus der Oberfläche des Berges heraus. An einigen Felsrippen in der Nähe des Königstuhls sind Bearbeitungsspuren deutlich erkennbar.

Am Zwischenwall betrugen die Abstände der Frontmauerpfosten lediglich 1,3 bis 2,3 m und es ließ sich nur ein Querbalken im Wallkörper nachweisen. Im übrigen gleicht das Bauprinzip dem der Außenbefestigung.

Der Zugang zum Oppidum erfolgte durch Zangentoranlagen, von denen für das Westwerk eine in der Südwestecke der Befestigung und für das Ostwerk insgesamt drei Anlagen mit nach innen verlaufenden Torwangen, zwei im Süden und eine im Nordosten, nachgewiesen sind. Keines der Tore ist bisher archäologisch untersucht, so dass über die Torkonstruktion zur Zeit nichts genaueres gesagt werden kann. Sicherlich ist hier aber mit hölzernen Tortürmen und einem Wehrgang über die Zugangsgasse zu rechnen, wie wir sie in zahlreichen Beispielen aus spätkeltischen oppida kennen (vgl. Fischer 1982, 65).

Im gesamten südlichen Bereich war dem Wall ein Graben vorgelagert, der ursprünglich eine Tiefe von 2 m und eine Breite von 7 m besessen haben muss. Vor dem Südwall hatte dieser Graben angesichts des relativ sanft abfallenden Terrains sicherlich hauptsächlich fortifikatorische Bedeutung, während seine Anwesenheit im Bereich des nordwestlichen Zangentores von Engels eher aus „architektonischen, repräsentativen Gründen“ erklärt wird (Engels 1985, 17).

Zu Beginn der 50er Jahre des 20. Jhd. wurden bei Waldarbeiten an verschiedenen Stellen des Oppidums spätlatènezeitliche Brandgräber entdeckt; die Funde wurden ohne archäologische Überwachung geborgen, auch fanden keine fachgerechten Nachuntersuchungen statt, so dass Einzelheiten zu den Gräbern nicht bekannt sind. Das Fundmaterial bestand aus zerscherbten Keramikgefäßen sowie einer eisernen Lanzenspitze, Bruchstücken eines Hiebmessers mit Griffangel und Fragmenten eines Bronzeringes.

Die Viereckschanze:

Inmitten des Ostwerkes liegt eine heute noch teilweise obertägig erhaltene Wall-Grabenanlage trapezförmiger Form, die zu der Denkmälergruppe der sog. keltischen Viereckschanzen gehört. Der Wall ist heute nur noch in seinem nordöstlichen Bereich erhalten; große Teile der westlichen Seite und die Südseite wurden im 18. Jhd. abgetragen, als hier ein Gutshof stand. Ein 5 m breiter und 1,8 m tiefer Sohlgraben lief außen um das Geviert; aus dem Aushubmaterial des Grabens war wohl der heute noch etwa 1 m hoch erhaltene Wall aufgeschüttet worden. Beim Wall der Viereckschanze handelt es sich im Gegensatz zu den „Wällen“ der Außenbefestigung des Oppidums um einen reinen Erdwall ohne jegliche Stein- oder Holzeinbauten.

Erst 1930 wurde bei der Untersuchung durch Bittel der Charakter der Anlage als typischer Vertreter der in Süddeutschland recht häufig vorkommenden spätkeltischen Viereckschanzen erkannt. Da es sich aber hier um die einzige Schanze handelt, die innerhalb der Umwehrung eines Oppidums liegt, wurde immer wieder angezweifelt, dass der Befund auf dem Donnersberg tatsächlich eine Viereckschanze darstellt. Erst die Ausgrabungen von Engels 1974/75 belegten zweifelsfrei die spätkeltische Zeitstellung der Anlage und damit ihre Ansprache als Viereckschanze. Allerdings ging Engels, dem damaligen Forschungsstand folgend, davon aus, dass es sich hier „eindeutig um ein keltisches Heiligtum“ handeln müsse; als Beleg für diese Ansprache verwies er auf den von ihm in der Nordostecke des Gevierts ausgegrabenen Befund einer kleinen Vierpfostenhütte mit überdachtem Vorbau, die er als kleinen Tempel oder „Kulthütte“ ansah (Engels 1976, 18f.). Ohne mehr als einen kleinen Bereich im Nordosten des Viereckschanzeninnenraumes freigelegt zu haben, stellte er kategorisch fest, dass die Innenflächen der Viereckschanzen mit Ausnahme jeweils einer Ecke generell frei von Siedlungsspuren seien (Engels o.J.). Zahlreiche Ergebnisse jüngerer Grabungen in Viereckschanzen zeigen jedoch, dass diese Beurteilung nur für einen kleinen Teil der Schanzen zutrifft (Wieland 1999). Lange Zeit musste der Forschungsstand schon deshalb ungenügend bleiben, weil der Innenraum keltischer Viereckschanzen nur in Ausschnitten und ihr Umfeld in der Regel überhaupt nicht archäologisch untersucht wurde. Dieser unbefriedigende Zustand änderte sich erst mit der großflächigen Ausgrabung eines potentiellen Baugebietes in Bopfingen-Flochberg (Nördlinger Ries, Ostalbkreis, Baden-Württemberg), in dem nicht nur eine spätkeltische Viereckschanze, sondern auch Vorgängerbauten und zeitgleiche Gehöfte im näheren Umfeld der Schanze dokumentiert wurden (Krause/Wieland 1993). Weitere Grabungen, etwa in Riedlingen, Kr. Biberach (Klein 1995), trugen dazu bei, die ausschließlich kultische Deutung der Viereckschanzen in Frage zu stellen (vgl. auch Neth 1997). Die Ansprache der Viereckschanzen als Anlagen mit „multifunktionaler Funktion“ – spätkeltisches Gehöft, „Herrenhof“ und in Notzeiten „Fliehburg für die Bewohner der Umgebung“ (Schumacher 1899, 75ff., bes. 82) – ein Ansatz, der bereits vor über 100 Jahren veröffentlicht wurde, ist heute mit der Erweiterung „kultische und politische Funktion“ wieder in den Mittelpunkt der Diskussion um die Bedeutung der spätkeltischen Viereckschanzen gerückt (Wieland 1999). G. Wieland lässt sich allerdings zu keiner kategorischen Zuweisung der Schanzen hinreißen, sondern erwägt vorsichtig eine multifunktionale Nutzung der Viereckschanzen sowohl als Kultstätten als auch als Siedlungseinheiten mit Zentralortfunktion. Andere Forscher beziehen jedoch klar Position; noch vor wenigen Jahren kam für A. Reichenberger „beim gegenwärtigen Stand der Forschung nur eine kultische Erklärung in Betracht“ (Reichenberger 1995, 396). Für S. Rieckhoff sind dagegen nach den jüngeren Forschungen die Viereckschanzen „als spätkeltische Höfe problemlos in unsere Siedlungstopographie ein[zu]gliedern“ (Rieckhoff 2001, 229). Diese wenigen Zitate verdeutlichen die Schwierigkeiten, die das Rätsel „Viereckschanze“ uns immer noch bei seiner Funktionsbestimmung bereitet.

Gegen die Interpretation der Viereckschanze im keltischen Oppidum auf dem Donnersberg spricht die Tatsache, dass das Fundspektrum aus den Grabungen von Engels sowie eine Reihe Lesefunde aus diesem Bereich jeglichen Opfercharakter vermissen lassen. Die dominierende Fundgattung sind Mühlstein- und Reibsteinfragmente aus Mayener Basaltlava, die als typischer Siedlungsanzeiger zu werten sind. Dem entspricht auch das keramische Material, kleinteilige Scherben von Gebrauchskeramik des täglichen Lebens. Eine abschließende Wertung ist vor weiteren archäologischen Untersuchungen in und um die Viereckschanze kaum zu vertreten. Der exzeptionelle Fund eines qualitätvollen maskenkopfverzierten Achsnagels, der angeblich direkt an der Viereckschanze gefunden wurde, ist auch nicht geeignet, den kultischen Charakter der Anlage zu untermauern – zu unsicher ist die Fundortangabe des Finders, der „mit dem Fuß an den Achsnagel gestoßen“ sein will.

Der Schlackenwall:

Innerhalb der das Plateau einfassenden Ringmauer liegen einige weitere kleinere Wallanlagen, von denen nur der heute noch teilweise im Gelände erkennbare sog. „Schlackenwall“ näher untersucht wurde. Bereits 1930 unternahm K. Bittel hier einen Wallschnitt (Bittel 1930), weitere Untersuchen erfolgten im Zuge der Ausgrabungen von Engels im Sommer 1978 (Engels 1985, 23f.). Die heute stellenweise noch bis zu 1,2 m Höhe erhaltene Wallanlage bildet ein Oval mit ca. 200 m Länge und maximal 90m Breite. Sie liegt auf einer Bergnase in der nordöstlichen Ecke der Oppidumfläche und weist in ihrem südlichen Bereich einen 5 m breiten und 1,4 m tiefen vorgelagerten Graben auf, der auf einer Länge von 100 m zu verfolgen ist. Heute findet sich im Gelände nur noch ein hufeisenförmiger Rest des südlichen Wallgefüges; im Norden und Nordosten ist die Anlage vollständig verflacht. Die Untersuchung durch Engels erbrachte, dass der Wall zwei Bauphasen aufweist. Diese Beobachtung konnte durch eine kürzlich durchgeführte geomagnetische Prospektion bestätigt werden; im Rasterbild der Messung sind deutlich zwei parallel verlaufende Störungen zu erkennen (Zeeb-Lanz in Vorb.). Den Namen „Schlackenwall“ hat die Anlage aufgrund der zahlreichen verschlackten Rhyolithbrocken erhalten, die sich in den oberen Schichten der Wallkonstruktion fanden. Weiteres verschlacktes Steinmaterial konnte weiter südlich am Hang des Plateaus „Köhlerschlag“, als Versturz in der östlichen Eschdelle sowie vereinzelt im Bereich der Viereckschanze dokumentiert werden, wobei für das Material in der Viereckschanze von sekundärer Verschleppung der verschlackten Steine ausgegangen wird (Engels 1976, 23). Nach den Untersuchungen von Bittel und Engels handelte es sich beim Schlackenwall in seiner ersten Phase um eine Mauerkonstruktion, die auf einem 3 m breiten massiven Steinfundament ohne Einbauten stand. Über die Konstruktion des Aufgehenden können keine eindeutigen Angaben gemacht werden; Engels postulierte jedoch mit Hinweis auf die verschlackten Rhyolithfunde, dass es sich um einen Aufbau gehandelt haben muss, der „zu ganz erheblichen Teilen aus Holz bestanden“ haben wird (Engels 1985, 24), da sonst nicht die für eine Verschlackung des Gesteins notwendigen hohen Temperaturen entstanden sein könnten. Neuere mineralogische Untersuchungen zielen in eine ganz andere Richtung und interpretieren den Schlackenwall als die Abfallhalde einer keltischen Glasproduktionsstätte auf dem Donnersberg (mündl. Mitt. W. Hofmeister); allerdings fehlen für diese interessante Interpretation vorerst noch jegliche archäologischen Belege wie etwa Verhüttungsöfen.

Engels brachte den Schlackenwall mit einer südlich davon auf dem „Köhlerschlag“ liegenden Siedlung sowie der Viereckschanze in Verbindung und interpretierte diese Befunde als vor-oppidazeitliche spätkeltische Siedlungseinheit (Engels 1985, 25; 2001, 40f.). Obwohl eine Anzahl von Scherben aus der eingeschwemmten untersten Lehmschicht im Graben des Schlackenwalles nach seinen eigenen Worten „zeitlich nicht genauer bestimmt werden kann“ (Engels 1985, 23), datierte er dennoch die erste Phase des Schlackenwalles in die ältere Eisenzeit (Engels 1985, 24); etwas vorsichtiger drückt sich R. Heynowski aus, der eine spätneolithisch/frühbronzezeitliche sowie „eventuell aber auch die Hallstattzeit“ für die Bauzeit der ersten Wallanlage in Erwägung zieht (Heynowski 1980, 91). Dem Rätsel des Schlackenwalles ist die Forschung bislang noch nicht auf den Grund gekommen; zu den von der Archäologischen Denkmalpflege Speyer geplanten neuerlichen archäologischen Untersuchungen auf dem Donnersberg zählt auch eine zerstörungsfreie geopyhsikalische Messung im gesamten Innenbereich der Schlackenwallanlage, von der Aufschlüsse über die Funktion des Befundes erhofft werden. Zusätzlich sollte unter der Fragestellung der chronologischen Einordnung des Schlackenwalles ein weiterer Wallschnitt angelegt werden.

Das Fundmaterial:

Aus den Grabungen und als Lesefunde liegt vom Donnersberg insgesamt zwar ein recht dürftiger Fundbestand vor, der aber doch charakteristisch für das Fundspektrum spätkeltischer Oppida ist. Da die Funde aus den Grabungen bis heute nicht publiziert sind (eine Vorlage der Funde durch A. Sehnert-Seibel ist aber in Vorbereitung), ist man bei einer Einschätzung des Materials auf die kurzen Beschreibungen in den Grabungsvorberichten angewiesen (vgl. Engels 1985, 20f.). Das Gros der Funde stammt nicht aus geschlossenen Befunden, sondern fand sich im humosen Oberboden bzw. in sekundärer Fundlage in den Wallschüttungen der Befestigung (Engels 1985, 20f.). Recht zahlreich sind die Funde von Mühl- und Reibsteinen aus Mayener Basaltlava, die nicht nur auf den Siedlungsflächen, sondern auch mehrfach in der Viereckschanze aufgefunden wurden. Ob letzteres ein Hinweis auf die Nutzung der Schanze zu Siedlungszwecken ist, müsste mit neuerlichen Untersuchungen überprüft werden. Die Keramik umfasst den gesamten Formenschatz spätlatènezeitlicher Gefäße, allerdings ist das Material in aller Regel klein zerscherbt und wenig geeignet, für Feindatierungen Aufschlüsse zu geben. Scherben von grober, handgefertigter Keramik wie Kochtöpfe, Näpfe und Schalen überwiegen im Fundbestand, der auffallend wenig scheibengedrehte Feinkeramik aufweist. Die charakteristischen spätlatènezeitlichen Schalen mit einbiegendem Rand sind häufig mit Glättmustern verziert und passen sich mühelos in den bekannten Keramikbestand dieser Phase in der Pfalz und Rheinhessen ein (vgl. Stümpel 1969). Ausgesprochen selten sind auf dem Donnersberg Fragmente von bemalter Ware oder polierten Gefäßen. Unter den Keramikfunden nehmen acht frührömische Amphoren des Typs Dressel 1B sowie Reste von „Hoppstädter Kelchen“ eine Sonderstellung ein. Allerdings können sie nicht als Beweise für eine späte Auflassung des Oppidums in den letzten Jahrzehnten v.Chr. gewertet werden; Dressel 1B-Amphoren finden sich bereits um 75 v. Chr. (Will 1987), „Hoppstädter Kelche“ sind als Leitform der Stufe D1 und einem frühen D2 in Fundzusammenhängen bis zur Mitte des 1. Jhd. v. Chr. angesiedelt (vgl. Bernhard 2001, 122). Neben der Keramik finden sich im Fundbestand weitere charakteristische Siedlungsfunde wie Tüllenbeile, Messer, Schlüssel und Nägel; als chronologisch wichtiger Fund ist das kahnförmige Ortband eines Schwertes zu nennen, eine Form, die am Übergang von D1 zu D2 stehen dürfte (vgl. Bernhard 2001, 322). Weitere Funde sind Reste von Ringperlen und gläsernen Armreifen (Abb. 7). Einen besonderen Stellenwert hat sicherlich der maskenverzierte Achsnagel aus dem Bereich der Viereckschanze, welcher sich aber als Einzelstück innerhalb der Spätlatènezeit chronologisch nicht feiner einordnen lässt.

Unter den Fibeln vom Donnersberg finden sich neben Eisenfibeln vom Mittellatèneschema auch die Fragmente von drei Nauheimer Fibeln, die im Chronologieschema von K. Striewe in einem eher frühen Abschnitt der Spätlatènzeit angesiedelt werden (Striewe 1996, 33, 37, 54).

Während aus den Grabungen nur wenige Münzen stammen, sind als Lesefunde über hundert keltische Münzen bekannt (Wigg 1996, 386). Diese stellen eine “einheitliche Münzreihe“ dar (Wigg 1996, 386 Anm. 25), die zur gleichen Zeit abbricht wie diejenige des Heidetränk-Oppidums. Auffallend und für die Datierung des Endes der spätkeltischen Besiedlung des Donnersberg-Oppidums von Bedeutung ist die Tatsache, dass sich unter den Münzen lediglich ein einziges Exemplar eines treverischen Potins findet; alle anderen Münzen sind Potins der Leuci oder Remi. Nach den Untersuchungen von Wigg umschreiben die Potins der Leuci und Remi einen frühen Horizont keltischer Münzprägung der Spätlatènezeit, der in etwa die Stufe C2/D1 umfaßt (vgl. Wigg 1996, 382), also die Zeit von ca. 190-85 v. Chr. (Miron 1991, 166). Damit wäre selbst unter Berücksichtigung des einen treverischen Potins eine Besiedlung des Oppidums noch in der letzten Hälfte des 1. Jhd. v. Chr. mehr als unwahrscheinlich. Zwar hat Engels jüngst wieder seine Einschätzung wiederholt, dass das Oppidum auf dem Donnersberg erst im Zusammenhang mit dem Bau des Legionslagers in Mainz verlassen wurde und „bis in die letzten Jahrzehnte vor Christi Geburt“ von den Kelten bewohnt war (Engels 2001, 40), doch kann er dafür keine Beweise anführen. Die Auffassung, dass das Oppidum bereits um die Mitte des 1. Jhd. v. Chr. aufgelassen wurde (so z.B. Bernhard 2001, 43f.), kann zur Zeit auch noch nicht als unumstößlich gelten, doch sprechen die Funde eher für diese Einschätzung als für die Spätdatierung. Betrachtet man das Umland des Donnersberges, so fällt es auf, dass auch kleinere Höhensiedlungen in der Pfalz wie die „Heidelsburg“ bei Waldfischbach, die „Heidenburg“ bei Kreimbach oder der „Maimont“  bei Schönau um die Mitte des 1. Jhd. v. Chr. abbrechen. Einen Abzug der spätkeltischen Siedler von der befestigten Limburg bei Bad Dürkheim ebenfalls zu diesem Zeitpunkt haben jüngst H. Bernhard und G. Lenz-Bernhard erwogen (Bernhard/Lenz-Bernhard 2003, 320). es zeichnet sich für den pfälzischen Raum ab, dass die keltische Kultur hier früher erlischt, als im benachbarten gallischen Raum, wo die Oppida bis zur römischen Okkupation besiedelt bleiben. Das Oppidum auf dem Donnersberg, wohl etwa 100 Jahre lang das Zentrum eines treverischen Teilstammes im nordpfälzisch-rheinhessischen Raum, wird verlassen, als im rechtsrheinischen Gebiet der Germanenführer Ariovist mit seinen Stämmen Unruhe verbreitet; möglicherweise strahlt diese bis in den Pfälzer Raum aus und bewirkt den Rückzug der Kelten in (noch) friedlichere Gegenden westlich der Pfalz.

Andrea Zeeb-Lanz


Literatur Artikel Donnersberg

Bernhard 2001: H. Bernhard, Dannenfels, KIB (RP). Ringwallanlage <<Schlackenwall>>, Viereckschanze, Oppidum auf dem Donnersberg. In: S. Rieckhoff/J. Biel, Die Kelten in Deutschland (Stuttgart 2001) 320-323.

Bernhard/Lenz-Bernhard 2003: H. Bernhard/G. Lenz-Bernhard, Die Eisenzeit im Raum Bad Dürkheim. Archäologie in der Pfalz. Jahresbericht 2001 (2003) 297-321.

Bittel 1930: K. Bittel, Grabung auf dem Donnersberg (Rheinpfalz). Germania 14, 1930, 206-214.

Bittel 1981: K. Bittel, Der Donnersberg, eine keltische Stadtanlage. Abh. geistes- u. sozialwiss. Kl. Akad. Wiss. u. Lit. 1981, Nr. 8 (Mainz 1981)

Engels 1976: H.-J. Engels, Der Donnersberg 1. Die Viereckschanze. Grabung 1974/75 (Wiesbaden 1976).

Engels 1976a: H.-J. Engels, Vorbericht zur Grabung auf dem Donnersberg 1975. Pfälzer Heimat 27, 1976, 1-5.

Engels 1985: H.-J. Engels, Das spätkeltische Oppidum auf dem Donnersberg. Ergebnisse der Forschungen seit 1974. Mitt. Hist. Ver. Pfalz 83, 1985, 5-32.

Engels 2001: H.-J. Engels, Das keltische Oppidum auf dem Donnersberg. In: K.-H. Rothenberger u.a. (Hrsg.), Pfälzische Geschichte Bd. 1 (Kaiserslautern 2001) 39-41.

Engels o.J.: H.-J. Engels, Text zu: Keltenweg. Wanderkarte 1:5000 (Rülzheim o.J.).

Fischer 1982: F. Fischer, Der Heidengraben bei Grabenstetten. Führer zu vor- u. frühgesch. Denkmälern in Baden-Württ. 2 (3. Auflage Stuttgart 1982).

Hanecke 1987: J. Hanecke, Der Donnersberg. Zur Genese und stratigraphisch/tektonischen Stellung eines permokarbonen Rhyolith-Domes im Saar-Nahe-Gebiet (SW-Deutschland). Pollichia-Buch 10 (Bad Dürkheim 1987).

Heynowski 1980: R. Heynowski, Neue Ausgrabungen am Schlackenwall auf dem Donnersberg. Donnersberg-Jahrbuch 1980, 89-92.

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