Mahlsteinfund

Unser Mitglied Klaus Mages fand am 10 Mai 2003 am Westwall des Ostwerkes das
Fragment eines Mahlsteins. Nach dem Befund unseres Experten, Dr. Manfred Schönfelder,
handelt es sich bei dem Material um Basaltlava aus dem Raum Mayen.
 

Das Bild zeigt das sorgfältig ausgearbeitete Loch zum Befestigen der
Kurbel aus Holz oder Knochen (auch Menschenknochen!). Von dem
waagrechten Teil führte dann senkrecht der eigentliche Drehgriff hoch.
Höhe des Fragments am äußeren Rand etwa 12 cm.
 

Blick auf die muldenförmige Oberseite. Das Getreide rollte beim
Drehen zur Mitte hin und fiel durch Löcher neben der Achse nach unten
auf den Lagerstein. Durch die Drehung wurde es zerrieben und nach
außen befördert.
Deutlich ist am oberen Rand der Umfang zu erkennen, so dass der
Durchmesser auf etwa 50 - 60 cm geschätzt werden kann.
 

Der Läuferstein fällt sehr stark zur Mitte hin ab, so dass das Mahlgut
leicht zu den Löchern gelangen konnte.
 

Ein Schlackenbrocken vom Schlackenwall. Ist er vulkanischen
Ursprungs oder Abfall der keltischen Produktionsstätten?
 

Welche Temperaturen haben diese Verformungen bewirkt?
Gesamtlänge etwa 10 cm.
 

Der berühmte Achsnagel vom Donnersberg, hier in einer Replik aus
dem Heimatmuseum in Kirchheimbolanden.
Solche verzierten Achsnägel dienten als Splint und verhinderten das Ab-
gleiten der Radnabe von der eigentlichen Achse.


Fotos: © Peter Gerstle