Führung über den Schlackenwall

Insgesamt 56 Teilnehmer konnten wir bei der Führung über die Grabungsfläche am Schlackenwall verzeichnen.
Frau Dr. Andrea Zeeb-Lanz vom Landesamt für Denkmalspflege in Speyer erläutert an der Übersichtstafel die Lage
des Schlackenwalls und der Grabungsstellen.
 

Kalle, unser "Kritzelfix" (Schriftführer), bei der Begutachtung des angefangenen Schnitts
durch den Schlackenwall im Vordergrund.
War es eine Befestigung oder "nur" eine Abraumhalde?
 

Friedhof der Pickel- und Schaufelstiele: Der harte Boden fordert seinen Tribut,
allerdings waren einige der Stiele auch schon sehr "gebrechlich" ...
 

Eine der Grabungsstellen: Was die geomagnetische Prospektion als "Störung" anzeigte, wird untersucht.
Allerdings stieß man nicht auf die erhofften Glasöfen im Boden. Es hätte auch viel Arbeit gemacht,
in den harten Rhyolith-Boden einen Erdofen zu schlagen. Wahrscheinlicher ist, dass "Hochöfen"
auf dem Gestein aufgebaut waren.
Der Fund eines Glasbrockens und Holzkohlereste belegen die Glasproduktion am Schlackenwall.
Die analytischen Untersuchungen in den Instituten werden Klarheit bringen.
Rhyolith ist ein hellgraues, rötliches oder grünliches Ergussgestein mit Einsprenglingen von Sanidin, Plagioklas,
Quarz und Biotit, in einer dichten Grundmasse aus denselben Mineralien.
 

Die beiden Holzpflöcke markieren zwei Pfostenlöcher im Boden. Als "Drainage" unter den Pfosten lagen Scherben.
Etwa fünf Meter links von dieser Stelle fand man die Scherben eines Kruges, allerdings aus einer Epoche vor den Kelten ...
 

Moderner Baustahl oder keltische Brotschaufel? Die Untersuchung im Röntgengerät wird
(nach der Säuberung) Gewissheit bringen.


Fotos: © Peter Gerstle