Wanderung zu den Ausgrabungen am 30.5.2013

Erwin Schottler, der Vorsitzende der "Donnersberger Kelten", begrüßte die Gäste und die Mitglieder des Vereins.

Bei idealem Wanderwetter nahmen rund 40 Personen an der Wanderung teil.

Treffpunkt waren die neuen Infotafeln am Parkplatz.

Mit Unterstützung des Vereins konnten sie im letzten Jahr beschafft werden.

Erste Station der Wanderung war das Teilstück der restaurierten Mauer. Hier bekommt man einen Eindruck von der imposanten Größe dieses Bauwerks.

Erwin erklärt den Aufbau der insgesamt drei Mauern. Nach neuestem Stand der Wissenschaft und auch der Grabungen am Zwischenwall waren die Mauern durch waagrechte Einlagen auch seitlich gegen Verschiebungen gesichert.

Auf der Tafel sieht man den Aufbau der Mauern. Unten rechts sind Fotos der Ausgrabungen am Zangentor zu sehen.

Erwin steht vor einem Rhyolithfelsen, der hier aus dem Berg heraustritt. Beim Bau der Mauer dienten diese Felsen als Materiallieferanten oder wurden - wie hier in der Nähe des Zangentores - in die Mauer integriert.

Die letzten Grabungen suchten nach dem Zangentor in der Nähe des Ludwigsturms. Die Tafel zeigt den Aufbau einer solchen Toranlage.

Auf der verstürzten Mauer ging es dann weiter in Richtung Königstuhl.

schön im Gänsemarsch ...

Panoramabild

in der Nähe des Königstuhls

Vom höchsten natürlichen Punkt der Pfalz bietet sich eine grandiose Rundumsicht.

Eine kleine Stärkung nach der Hälfte der Strecke tut schon gut!

Und weiter gehts auf dem westlichen Stück der Mauer.

Hier bekam die Wandergruppe einen Eindruck von der Wasserführung des Berges gerade in diesem Teil. An vielen Stellen trat nach dem Regen mehr oder minder stark Wasser an die Oberfläche und floss in Richtung Westen ab. In etwa 90 cm Tiefe verhindert eine wasserdichte Kaolinschicht das tiefere Versickern des Regens.

Schnitt durch den westlichen Wall

Bei der Freilegung des Mauerstücks stieß man erstmals auf die Querriegel zwischen den Pfosten. Im Foto links unten sind die Lücken deutlich zu erkennen.

Erwin zeigt in der Viereckschanze ein paar Schlackebrocken vom Schlackenwall. Sie dienten der Glasherstellung, zumindest der Rohglasgewinnung aus dem Rhyolithgestein.

Zum Abschluss der Wanderung gab es am Treffpunkt noch eine Stärkung mit Met, Wein, Wasser und einem kleinen Imbiss. Das Lagerfeuer hatte nur symbolischen Charakter ...

Mit dieser gelungenen Veranstaltung und den durch Erwin in seiner lustigen Art sehr informativ gestalteten Ausführungen haben wir mit Sicherheit einige der Gäste für unsere Arbeit auf dem Berg und für den Donnersberg als drittgrößte Keltensiedlung in Mitteleuropa interessieren können.


Fotos: © Peter Gerstle