Arbeiten am Zangentor

Bei strahlendem Sonnenschein haben im Mai die ersten Grabungsarbeiten am Zangentor begonnen.

Ein Schnitt über und durch den Wall etwa 2 m links vom durchführenden Weg soll Aufschluss über die Mauerstärke und den Verlauf geben..

Deutlich sind auch hier verschiedene Mauern zu erkennen.

Nach dem oberflächlichen Wallschnitt wird dann in den Durchbruch (Weg) hineingegraben, um die Fundamente des Zangentors zu finden.

Die Arbeiten haben erst begonnen. Wir werden sie dokumentieren.

Der Wettergott meinte es nicht so gut mit uns am Abend des 29. Juni.

Dicke Nebelschwaden zogen über den Berg und leichter Nieselregen folgte.

Trotzdem hatte sich eine interessierte Gruppe von Gästen und Mitgliedern der "Donnersberger Kelten" eingefunden.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Erwin Schottler, begann Frau Dr. Andrea Zeeb-Lanz mit ihren Informationen zum Stand der Grabungen.

Andrea steht hier genau in der "Zange" des Tores. Im Vordergrund sieht man den Bereich, wo das eigentliche Tor wohl gestanden hat.

 

Deutlich zeigen sich im Vordergrund Wagenspuren mit einem Radstand von etwa 1,20 m. Noch nicht geklärt ist die Frage, ob die Pflasterung aus der Keltenzeit stammt oder aus der späteren Besiedlung.
Gefundene Tonscherben deuten auf das Mittelalter hin.

Die seitlichen Mauern enden dort, wo vermutlich der Torturm aus Holz stand.

Erwin steht oberhalb der Stelle, wo ein seitliches Mauerstück parallel zur Hauptmauer verläuft. Wie weit diese Mauer in den Wall reicht, wird noch ergraben.

Andrea hält hier Rekonstruktionszeichnungen eines Zangentors in den Händen.

Die seitliche Mauer hat wohl die Wallerde vom Torbereich abgehalten. Hinter Erwin unter der Plane wird noch ergraben, wie weit dieses Mauerstück reicht.

Andrea steht in der Zange, rechts ist der Torbereich.

Ein Teil der Zangenmauer, rechts ein Pfostenschlitz.

Andrea zeigt hier eine Stelle, wo auch ein Pfosten gestanden haben muss.

nochmal der Zangenbereich (Torgasse)

zwei Grabungsmitarbeiter

der Bereich vor dem Tor

Rechts die freigelegte Mauer. Die Planen schützen die empfindlichen Trockenmauern vor Regen und Wind.

Deutlich sieht man hier die drei Mauern.

Während die erste Mauer ganz rechts aus Platten und großen Brocken besteht, sind die beiden vorgesetzten Mauern aus verschiedenen Steingrößen gebaut.

Auch hier sind Pfostenschlitze in regelmäßigen Abständen zu erkennen.

Ob die "Qualität" der Arbeit von den Maurergruppen abhing oder ob das vorgefundene, kaum bearbeitbare Material den Ausschlag gab, kann man heute nicht mehr feststellen.

 

 

Blick vom Wall über die Mauern, die hier etwa 1,50 m höher gewesen sein mussten.

Links der Bereich des Zangentors.

Hier nochmals die erste (innere) Mauer, die überwiegend aus flachen Steinplatten besteht.


Nach der Führung trafen sich die meisten Teilnehmer noch im Gasthaus Heger in Steinbach, wo Frau Dr. Andrea Zeeb-Lanz zahlreiche Fragen beantworten konnte und wieder einmal bewies, welches profunde Wissen und welche Erfahrungen sie über das Thema "Kelten" besitzt.

Fotos: © Peter Gerstle